Biikebrennen

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Beim Biikebrennen


Traditionell findet jedes Jahr am 21. Februar auf der ganzen Insel – und natürlich auch in Oevenum – das Biikebrennen statt.

Ab Mitte Januar treffen sich die Kinder und Jugendlichen des Dorfes fast täglich um geeignetes Brennmaterial zu sammeln. So werden alle Holzabfälle des Vorjahres und die Äste der im Herbst beschnittenen Bäume im Laufe des Monats zu einer stattlichen "Biike-Klamp" zusammengetragen. Tage vor dem festlichen Ereignis werden Nachtwachen organisiert, damit die Nachbarn aus den anderen Dörfern kein Holz stehlen oder gar den Klamp vorher abbrennen...

Am Abend des 21. Februar wird dann der Scheiterhaufen mit einer lebensgroßen Strohpuppe versehen und angezündet, um so den Winter und die Kälte zu vertreiben.
Der Ursprung dieser Sitte stammt aus der Zeit, als die Inselbewohner ihren Gott Wotan feierten, um ihn gnädig zu stimmen. Als das Christentum Einzug hielt, blieb der Brauch auch ohne Wotan bestehen.
Zur Zeit des Walfangs wurden mit diesen Feuern die Seefahrer verabschiedet, die am 22. Februar, dem Petritag, aufbrachen und über Monate hinweg von ihren Familien getrennt waren.

Heute kommen die Dorfbewohner um sich das Schauspiel anzusehen und sich am Feuer oder einem oder mehreren Gläsern Glühwein zu wärmen. Vorsicht ist aber geboten: Für die Kinder ist es ein Vergnügen, jeden Neuankömmling mit Ruß an den Händen zu verschmieren. Eine Sitte, die man in Kauf nehmen muß, wenn man sich dem Feuer nähern will. Bitte nicht böse ragieren, sondern schon daheim dick eincremen ! Im Anschluß an das Feuer versammelt man sich im "Landhaus Laura" oder in "Krögers Dörpskrog" zum alljährlichen Grünkohlessen.

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